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Pfahlbaumuseum Pfahlbauten Unteruhldingen am Bodensee


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Spiel und Spaß auf dem Wasser

In den Sommerferien verspricht das Spiel & Spaß-Schiff auf dem Bodensee jede Menge Unterhaltung für Kinder. Der Konstanzer Spieleverlag Asmodee bietet dort Spiele an, die nicht nur lustig sind, sondern auch die Konzentration fördern und Wissen vermitteln. "Während alle jammern,  dass Kinder und Jugendliche vor dem PC oder Fernsehen zu redekargen Einzelgängern degenerieren, werden mit dem gemeinsamen Spiel ganz nebenbei Fähigkeiten gefördert, die wir alle anstreben: Kommunikationsfähigkeit, das Beachten von Regeln und die manchmal so unangenehme Erfahrung des Verlierens", meint der Spieleverlag Asmodee. Das Spieleschiff steuert zahlreiche Häfen zwischen Konstanz und Bregenz am Bodensee an. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich sowohl an Eltern und  Großeltern als auch an Jugendliche und Kinder.

 

Jeden Tag vom 27.7.-5.9. auf der MS Stuttgart:

Konstanz: ab 09.40 Uhr
Meersburg: ab 10.20 Uhr
Friedrichshafen: ab 11.25 Uhr
Lindau: ab 13.00 Uhr
Bregenz: ab 13.25 Uhr

Weitere Zustiegsmöglichkeiten in Hagnau, Immenstaad, Langenargen, Kressbronn, Nonnenhorn, Wasserburg.

Zusätzliche Informationen finden Sie bei den Bodensee-Schiffsbetrieben.

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Bregenzer Festspiele 2011/2012

Festspielsommer

Es ist, als sei die Oper "André Chénier" nur für die Bregenzer Seebühne komponiert worden, meint der Intendant Davis Pountney. “Diese Oper bietet die perfekte Mischung für diesen Ort: Eine packende Handlung und vier starke Charaktere, gefangen zwischen den Exzessen des Ancien Régime und dem Terror der französischen Revolution.“ Vor dem Hintergrund der Französischen Revolution spielt das Leben des französischen Dichters André Chénier, welcher die verschwenderische Lebensweise des Adels verurteilt. Vom glühenden Revolutionsanhänger wird der Dichter zum erbarmungslos Verfolgten, der am Ende selbst auf der Guillotine endet. Die Handlung bewegt sich zwischen leidenschaftlichem Liebesdrama und historischem Krimi.
"André Chénier" ist das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberto Giordano. Im Sommer 2011 sowie 2012 wird dieses packende Drama erstmals auf der imposanten Seebühne aufgeführt.

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© Bregenzer Festspiele / die3.eu

Aber nicht nur auf der Seebühne wird gespielt. Hier finden Sie die wichtigsten Aufführungen aufgelistet:

Seebühne:
"André Chénier" von Umberto Giordano; Oper in vier Akten (italienisch)

Festspielhaus:
• Uraufführung der Oper "Achterbahn" von Judith Weir nach einem sizilianischen Märchen (englisch mit deutschen Übertiteln)
• Orchesterkonzerte: U.a. Wiener Symphoniker, Symphonieorchester Vorarlberg, Hallé Orchestra aus Manchester
• Kammermusik und Literatur

Theater am Kornmarkt:
• Oper "Der blonde Eckbert" von Judith Weir (englisch mir deutschen Übertiteln)
• Orchesterkonzert: Judith Weir Portrait
• Schauspiel "Kinder der Sonne" von Maxim Gorki, Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin
• Schauspiel "Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes" von Roland Schimmelpfennig, Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin

Theater Kosmos:
• Schauspiel "Waisen" von Dennis Kelly, Gastspiel des Schauspielhaus Wien

Werkstattbühne:
• Musiktheater "Home Work", Uraufführung der neuen Fassung
• Choreografie "AS IF Stranger"
• Theater "Black tie"

Freizeittipp: Bregenzer Festspiele >>

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Bühnenbild André Chénier
© Bregenzer Festspiele / Babette Karner

Weitere Informationen sowie Tickets finden Sie unter www.bregenzerfestspiele.com/de >>




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Schweizer Nationalfeiertag

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Feuerwerk in Stein am Rhein
© Sandra Kurschat

Jedes Jahr am 1. August feiern die Schweizer die Entstehung der Eidgenossenschaft im Jahre 1291, den Rütlischwur. Seit 1899 ist der 1. August der Bundesfeiertag der Schweiz. Blasmusik, Fahnenschwingen, Gesangs- und Alphornvorträge gehören ebenso dazu wie Ansprachen und Grillfeste. Für die Kinder werden u.a. Lampionumzüge veranstaltet und auf vielen Berggipfeln und Erhebungen brennen die sogenannten Augustfeuer, meterhohe, brennende Holzkegel.

Außerdem werden am Abend in der ganzen Schweiz viele große, farbenfrohe Feuerwerke veranstaltet. Am Bodensee sind besonders die Feuerwerke in Stein am Rhein und Schaffhausen sehenswert. Am Ufer aufgebaute Bars und Musik machen das Fest zu einem unvergesslichen Abend.

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Lampionumzug
© swissinfo / Christoph Balsiger

Die Autofähre "Kreuzlingen" könnte bald elektrisch fahren

Die Fähre "Kreuzlingen", die zwischen Konstanz und Meersburg verkehrt, könnte bald mit Akkus betrieben werden. Elektromobilität zu Wasser wurde noch nie mit einer solch hohen Leistung und mit so kurzen Aufladezeiten realisiert, denn selbst während der kurzen Liegezeiten in den Häfen könnten die Akkus wieder aufgeladen werden. Damit der Fährbetrieb aber auch wirklich emissionsfrei wäre, müssten die Akkus natürlich mit Öko-Strom geladen werden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan interessierte sich sehr für das Projekt und möchte bei der Bundesregierung ein gutes Wort einlegen. Schließlich muss das Pionierprojekt auch irgendwie finanziert werden. Bis zu 5 Millionen Euro könnte es kosten.

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Freizeittipp: Schifffahrten >>

Unterwasserausgrabungen sind Weltkulturerbe

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Die UNESCO hat die Überreste der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen als Weltkulturerbe anerkannt. Einige davon befinden sich auch an den Ufern des Bodensees. Die Siedlungsspuren aus der Stein- und Bronzezeit bieten Einblicke in die Architektur und das Leben der frühen Bauern.
Zu den bedeutendsten Entdeckungen gehören u.a. die ältesten Textilien-, Rad- und Metallfunde in Europa. Sogar Essensreste und Pflanzen sind noch erhalten. Viele Funde konnten bis 4300 vor Christus zurückdatiert werden. Dass die Überreste noch so gut erhalten sind, liegt an den feuchten Böden bzw. am Wasser, in dem sie liegen, denn so kommen die Relikte nicht mit Sauerstoff in Berührung.

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Bronzezeitliches Rad                                            Rekonstruktion eines Hornstaad-Hauses                           

Einige der wichtigsten Fundstellen befinden sich im Bodensee:
Von der Halbinsel Höri in der Siedlung Hornstaad-Hörnle stammt eine Kupferscheibe, die zu den frühesten Metallfunden Mitteleuropas zählt. Außerdem konnte hier der älteste Grundriss eines Hauses (um 3915 vor Christus) nachgewiesen werden.
In Bodman-Ludwigshafen wurden plastische bemalte Brüste (um 3860 vor Christus) gefunden, die ursprünglich an einer Hauswand befestigt waren.
Auf dem untenstehenden Bild kann man die Reste einer Pfahlbausiedlung aus der Bronzezeit sehen. Die Ausgrabungen sind in Unteruhldingen am Bodensee zu finden. Direkt neben den Unterwasserausgrabungen befindet sich das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, eine Rekonstruktion der prähistorischen Siedlungen. Hier kann man sich ein besseres Bild von den Lebensweisen der Menschen in der Stein- und Bronzezeit machen.

Freizeittipp: Pfahlbaumuseum Unteruhldingen >>

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Bronzezeitliches Pfahlfeld

Quellen:
Bild 1:© Pfahlbaumuseum· / A. Mende

Bild 2: © Pfahlbaumuseum / H. Dürr
Bild 3: © Pfahlbaumuseum / F. Schulz-Friese
Bild 4: © Pfahlbaumuseum / G. Schöbel

Hier sehen Sie einen informativen Film eines Wiesbadener Naturschützers, der aus der Not eine Tugend macht. Seine einfache Empfehlung zur Reduzierung des Japanknöterichs: "Einfach aufessen!".

 

Weiter Infos zum Japanknöterich unter www.neophyten.net

Invasion durch Japanknöterich!

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Haben Sie ihn bei Spaziergängen schon entdeckt? Der Japanische Staudenknöterich breitet sich am Bodensee immer mehr aus. Die schnell wachsende Pflanze bildet unter der Erde weitverzweigte Rhizome und ist dadurch kaum kontrollierbar. Das einfache herausreißen einer Pflanze ist praktisch wirkungslos, da - quasi über Nacht - ein neuer Stengel nachwächst. Das Problem: heimische Vegetation wird zunehmend verdrängt, aber auch im liebevoll gepflegten Zierrasen schafft der Japanknöterrich viel Ärger.

TIPP:  Durch konsequentes Abmähen wird den Wurzeln Energie entzogen, es kommt zum deutlichen Rückgang der Pflanzenbildung. Sicherlich eine gute Alternative zur Injektion von Breitbandherbiziden in den unteren Segmenten der Pflanze, die ebenfalls relativ erfolgreich ist.

AKTION:  Schicken Sie unserem Online - Magazin ein Entdeckungsfoto mit Standortbestimmung des Japanknöterichs, wir dokumentieren es > This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Einen informativen You Tube-Film zur Knöterich-Problematik finden Sie hier >>

 


Artenparadies Mindelsee

Der Mindelsee gilt als Juwel unserer Kulturlandschaft. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter einige die vom Aussterben bedroht sind, lassen sich hier finden und beobachten.

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Vor etwa 15.000 Jahren füllte sich das von einer Gletscherzunge ausgehöhlte Mindelseebecken mit Wasser. In dem feuchten Umland bildeten sich z.T. bis zu zehn Meter tiefe Niedermoore, die allerdings heute verschwunden sind. Durch Trockenlegungsmaßnahmen, die bereits im Mittelalter begannen, wurde der See bei Radolfzell von seiner ehemaligen Größe von acht mal zwei Kilometern auf die 2heutigen Ausmaße von knapp über 100 Hektar verringert. Zuflüsse sind der Krebsbach, der Adernbach und der Fällgraben.  Im Jahr 1938 wurde der knapp 100 Meter über dem Bodenseepegel liegende See und sein Umland zum Naturschutzgebiet, und 1976 zum „International bedeutsames Feuchtgebiet für Wat- und Wasservögel“ erklärt. Seit 1972 liegt der Mindelsee im Zuständigkeitsbereich des BUND, der für dessen Betreuung den Europäischen Umweltpreis verliehen bekam. Seit 2002 hat die Europäische Kommission in Brüssel den Mindelsee als NATURA 2000 in ihre Kartei aufgenommen.

 


Zum Artenreichtum

Die Bemühungen von Naturschützern und Politikern, den Naturraum Mindelsee zu erhalten, haben sich gelohnt.  Um den See finden sich weit verbreitete Schilfzonen, trockene Riedwiesen, diverse kleine Tümpel und Teiche und einige verlandende Torfstichgebiete mit angrenzenden Weihern. Außerdem ist der See von dicht bewachsenen Buschfluren und einem sehr belebten und artenreichen Heckensaum umgeben.

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Heute werden weit über 700 verschiedene Pflanzenarten gezählt und mehrere hundert Moos- und Algenarten. Unter anderem sind mehr als 20 unterschiedliche Orchideenarten registriert, z.B. die Sumpf-Stendelwurz, oder die Sommer-Drehwurz.

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Doch auch die Tierwelt ist außergewöhnlich artenreich. Beinahe 600 Käfer- und 400 Schmetterlingsarten sind bereits gesichtet worden. Zudem kommen noch 40 verschiedene Libellenarten dazu und verschiedene, auch gefährdete Fledermausarten wie das Graue Langohr, die sich am Mindelsee angesiedelt haben. An dessen Randgebieten, in den Tümpeln und Sümpfen, leben außerdem noch eine Vielzahl an Reptilien und Amphibien, darunter der Wasserfrosch, der Teichmolch und die Zauneidechse.

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Auch viele Vogelarten sind hier verbreitet. Regelmäßig halten sich über 100 Arten am Mindelsee auf; viele davon sind äußerst selten geworden, wie der Neuntöter, oder das Schwarzkehlchen. Dazu kommen bis zu 30.000 vermerkte Reiherenten, die sich hier alljährlich mausern.

Viele seltene Pflanzen- und Tierarten leben vorwiegend in den Kalkquellsümpfen, die nordöstlich des Sees gelegen sind.

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© Bild 1: von Dany3000 (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons
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Die Aach: eine Erfolgsgeschichte

Bäche und Flüsse stellen einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere dar. Der Mensch hat sich diesen zu Eigen gemacht und gestaltet all die Fließgewässer ganz nach seinem Belieben – oftmals ohne Rücksicht auf seine Mitlebewesen. Laut Wolfgang Engelhardt könnten allein auf einen einzigen Quadratmeter eines natürlichen Flusses tausende von Tieren leben. Einen Fluss, der so in Mitteleuropa nicht mehr zu finden ist.

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Bildergalerie vom Bodensee

 

Fakten: Die Radolfzeller Aach entspringt einer Quelle in der Kleinstadt Aach, dem sogenannten „Aachtopf“, der als wasserreichste Karstquelle Deutschlands gilt und zu zwei Dritteln aus dem versickerten Wasser der Donau gespeist wird. Der 32 Kilometer lange Fluss mit einem Einzugsgebiet von 261 Quadratkilometern nimmt von seinem Ursprung aus den Weg durch das kleine Dorf Beuren an der Aach bis hin nach Singen und endet bei der Stadt Radolfzell, wo er in den Bodensee mündet.

Wie bei den meisten Flüssen Deutschlands, wurden auch an der Radolfzeller Aach unzählige Eingriffe wie der Bau von Mühlenkanälen oder Begradigungen unternommen. Die erste von Menschenhand aufgezeichnete Veränderung wurde auf 1495 datiert. Zu unserer Zeit dann wurde ein Kanal angelegt, welcher die Länge des Gewässers auf erschreckende 40 Prozent reduzierte und an dessen Stelle mittelalterliche Mühlenwehre abgerissen wurden. Der letzte Eingriff war 1964, bei dem die Aach weitere vier Kilometer ihre Länge einbüßte.  1991 dann haben Landschaftsökologen den Fluss zu 30% als natürlich und zu 70% als naturfern bis sogar als naturfremd eingeordnet. Zu den Gründen, die zu dieser katastrophalen Einschätzung führten, zählt man die Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen, die Zunahme von Siedlungsflächen, die Produktion von Fischen und Fischteichen und der Ausbau von Verkehrswegen, um nur einige der Punkte zu nennen. Die Folgen hingegen waren gravierend. Neben der Verkleinerung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere, hatte auch die Selbstreinigungskraft des Flusses um ein Vielfaches abgenommen. Hinzu kam noch, dass dieser mit Medikamenten und Futterresten aus den Fischteichen verschmutzt iwar und negative Auswirkungen für wandernde Wassertiere ersichtlich wurden.

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Die Renaturierung

1988 kam es in Beuren zu einem Dammbruch, aufgrund dessen ein Mäander in einem Maisfeld entstand. Der damalige BUND-Vorsitzende, der diesen Vorfall beobachtet hatte, wandte sich an das Wasserwirtschaftsamt in Konstanz, wodurch die ersten Steine ins Rollen kamen: Das Regierungspräsidium in Freiburg sah dadurch eine Renaturierung der gesamten Radolfzeller Aach vor – ein Vorhaben, dass damals in Deutschland im Bereich der Gewässerentwicklung eher die Ausnahme war. Nur ein Jahr später, 1989, sollte dann ein „Wasserwirschaftlich-Ökologisches Entwicklungskonzept“  für die Aach erstellt werden.

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Große Schwierigkeiten machten bei diesem Unterfangen vor allem der Bauernverband, der damals in erster Linie den aus der Anwendung des Konzepts hervortretenden Flächenverlust fürchtete. Nach eine Analyse jedoch stellte sich heraus, dass die Bauern und Landwirte ohne große Verluste fast die Hälfte an Fläche, die für die Renaturierung benötigt wurde, zur Verfügung stellen konnte. Die Flächen, die sich im Umland der Aach bereits im Privatbesitz befanden,  wurden Teils aufgekauft und Teils der Öffentlichkeit überführt. Durch Pressearbeit, Videos und diverse Berichte wurde auch die Bevölkerung für das Konzept sensibilisiert, denn ihre Mithilfe und Akzeptanz war für das Vorhaben, die Aach zu retten, entscheidend.

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Die Renaturierung begann mit dem Dammbruch in Beuren. Allein in den Jahren 1988 bis 2003 hat die Aach das Dreifache an Breite zugelegt, eine kanalartige Teilstrecke von 700 Metern wurde noch in den 80’ern geräumt und mittlerweile bilden sich auch die ersten Kiesbänke aus. Am Ufer wurden neue Bäume und Sträucher gepflanzt, die sich zu einem kleinen Auwald entwickeln sollen. 1996/97 wurde eine Rauhe Rampe als Ersatz des Wässerwiesenwehrs erbaut, wodurch gewährleistet werden sollte, dass der Fluss nicht rückwärts erodiert, wodurch eine Gefährdung der Autobahnbrücke hätte resultieren können. Die Rampe wurde so konstruiert, dass sie für Fische und die Kleinlebewesen der Aach kein Hindernis darstellt. Außerdem wurde ein neues 300 Meter langes Flussbett für die Aach in Form eines Doppelmäanders angelegt und das Ufergebiet, in dessen Umkreis sich die Autobahn und ein Hochspannungsmasten befinden, mit größeren Felsbrocken gesichert. Inzwischen wachsen auch mehrere Meter hohe Gehölze, jede Menge Sträucher und Stauden und ein ganzer Brombeerwald am Ufer. Neben der Aach wurde, ursprünglich zur Wiesenwässerung, ein kleiner Bach von 200 Meter Länge angelegt und die von der Aach mit Wasser versorgten Fischteiche, die den Fluss mit giftigen Stoffen verseuchten, wurden zerstört. Im Umland der Aach wurden noch 17 Blänken erschaffen, dass sind kleine Vertiefungen im Boden, in welchen die meiste Zeit über das Wasser steht. Die natürlichen Senken in den Flussauen waren schon lange beseitigt gewesen. Seit 2004 wird auch die Beweidung mit Heckrindern ausprobiert, welche das nasse Ufergebiet der Aach für weitere Tierarten, wie für Wat- und Wasservögel, reizvoller machen sollen.

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Die Renaturierung wies bereits von Anbeginn erste Erfolge auf. Elf verschiedene Arten von Wat- und Wasservögeln haben sich im Gebiet der Aach bereits eingenistet und gebrütet, weitere 30 Arten waren vorübergehend zu beobachten. Vor allem Waldwasserläufer,  Bruchwasserläufer und Bekassinen scheinen sich in dem neuen Gebiet außerordentlich wohlzufühlen. Besonders erfreulich ist jedoch, dass sich der Biber im Jahre 2002 angesiedelt hat, der das Gebiet noch einmal ganz neu und vielseitig umstrukturieren wird.

Ziel für die Zukunft, ist, die ganze Aach für viele verschiedene Tierarten bewohnbar zu machen, weitere Teiche und Tümpel anzulegen und alles in allem einen Fluss mit größtmöglicher Eigendynamik zu erschaffen. Die Radolfzeller Aach wird zum weltweiten Exempel eines lebenden und belebten Flusses.

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Kostenträger des groß angelegten Projektes sind: die Wasserwirtschaft BW, das Straßenbauamt Konstanz, die Stiftung Naturschutzfond BW, der BUND BW und die DUH.

 

 

 

 

  © Bild 5:     By Steve from washington, dc, usa (American Beaver) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Grenzenüberschreitender Naturschutz

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EuroNatur konzentriert sich als international aktive Stiftung auf einen grenzübergreifenden Naturschutz in ganz Europa. Denn was nützt es, wenn der Kiebitz in Deutschland beschützt und auf seinem Zugweg abgeschossen wird? Darum es hat sich EuroNatur zur Hauptaufgabe gemacht die Grenzen in Europa zu überschreiten und das europäische Naturerbe mit seiner ganzen Artenvielfalt und all die wertvollen Naturlandschaften zu beschützen und zu erhalten.

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1987 vom BUND, dem NABU und der DUH gegründet ist EuroNatur eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Radolfzell am Bodensee. Sie ist eigenständig, finanziell unabhängig und deshalb auch unparteilich. Kernthemen mit denen sich die Stiftung beschäftigt sind u.A. der grenzenübergreifende Schutz von Wildtieren sowie deren Lebensräumen, dazu zählen Tiere wie der Wolf, Bären und Zugvögel. Außerdem bemüht sich EuroNatur um den großräumigen Naturschutz, d.h. Naturlandschaften und ökologisch wertvolle Kulturlandschaften werden gesichert. Und auch auf politischer Ebene zeigt EuroNatur hohe Präsenz. Hier kämpft sie für eine ökologisch sinnvolle Agrarpolitik und auf Seiten der Naturschutzpolitik, um nur einige Themen der EuroNatur aufzuzählen.

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Ein großes Kernprojekt, mit dem sich EuroNatur nun schon seit seiner Gründung beschäftigt, ist die Kampagne „Tatort Adria – Vogeljagd auf dem Balkan“ . Die Problematik liegt hier, dass auf der sogenannten Adria-Zugroute (roter Pfad; zur Karte hier >> ) jedes Jahr schätzungsweise mehr als zwei Millionen Vögel zum reinen Zeitvertreib abgeschossen werden. Und jeder Vogel, der an der Adria stirbt, ist einer weniger, der unsere hiesigen Felder belebt. Das Vorgehen der Jäger ist dabei mehr als erschreckend. Sie sitzen an der Küstengegend in Ländern wie Albanien oder Kroatien und warten nur darauf bis die Tiere nach ihrem anstrengenden Flug über das Mittelmeer ihre Brutstätten erreichen um hier zu überwintern. Anstatt das die Vögel hier jedoch ihre Ruhe haben und sich von der Reise erholen können, werden sie skrupellos und äußerst gewalttätig vom Himmel geholt. Dabei wird traurigerweise auch keine Rücksicht darauf genommen, ob die anvisierten Tiere vom Aussterben bedroht sind, oder nicht. EuroNatur kämpft gegen dieses brutale Abschlachten indem sie Präventionsarbeit in der Öffentlichkeit leistet und diese mit fundierten, selbst zusammengetragenen Informationen zu diesem heiklen Thema füttert.

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Weitere Informationen zur EuroNatur, weiteren Projekten und Aktionen und wie sie die Stiftung unterstützen können, gibt es hier >>

 

Die Natur braucht einen Anwalt

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Der NABU hat sich zum Ziel gesetzt, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu bewahren, damit wir diese in Zukunft nicht nur noch in Parks oder Filmen bewundern können. Dazu möchte er die Menschen begeistern, dass sie bereitwillig und motiviert dafür Sorge tragen, dass unsere Erde auch Generationen später noch so lebenswert und vielfältig ist, wie heute.

1899 in Stuttgart ursprünglich als „Bund für Vogelschutz“ gegründet zählt der NABU heute inzwischen 500.000 Mitglieder, die in etwa 2.000 lokalen Gruppen in ganz Deutschland organisiert sind. Das Konzept des Naturverbandes lautet dabei Demokratie. Jedes Mitglied und jeder Förderer bestimmt in welche Richtung sich der NABU entwickelt, welche Ideen und Vorschläge sich durchsetzen und welche Projekte erfolgreich werden. Wie z.B. die bekannte Aktion „Vogel des Jahres“, bei der auf Probleme innerhalb eines bestimmten Lebensraums aufmerksam gemacht werden soll.

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Der NABU bezeichnet sich selbst gerne als „Anwalt der Natur“, führt eigene Forschungsinstitute und betreibt Prävention im Natur- und Umweltschutz. Seit 1899 schreibt er Erfolgsgeschichte. So wurde beispielsweise erreicht, dass die Jagd auf Paradiesvögel unterbunden wurde, und selbst der Kaiser verbot seiner Frau einen Federhut auf den Kopf zu setzen.

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Aber auch heute ist der NABU in dem was er tut erfolgreich. In Zusammenarbeit mit dem VW bietet er kostenlose Spritspartrainings an oder verleiht den „Dino des Jahres“ – den peinlichsten Umweltpreis Deutschlands. Im Jahr 2011 wurde der Dinosaurier etwa an die beiden Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises überreicht, da „ihre angeblich ‚Weißen Flotten’ in Wahrheit dreckige Rußschleudern sind.“
Der NABU ist jedoch auch international ziemlich aktiv. Frei nach dem Motto „Die Natur kennt keine Grenzen“ sind die Mitglieder auf den Kontinenten verteilt, wo sie sich um neue Lebensräume für wandernde Säugetiere bemühen, oder zielstrebig gegen lokale Umweltverschmutzung vorgehen.

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© Bild: Dinosaurier des Jahres, Foto: NABU

Doch auch in unserer Bodenseeregion hat der NABU eine ziemlich hohe Präsenz. Projekte wie „Das Klassenzimmer im Grünen“, welches zusammen mit dem BUND unterhalten wird, ermöglichen z.B. für Kinder auf einem Bauernhof oder einer Waldlichtung im nahen Umfeld der Natur unterrichtet zu werden, diese zu erleben und gleichzeitig noch über den Schutz und die Gefährdung der Umwelt aufgeklärt zu werden. Beim Arbeitskreis Fledermäuse Bodensee-Oberschwaben hingegen treffen sich die aktiven Mitglieder regelmäßig und diskutieren über weitere Schritte zum Schutz der nachtaktiven Blutsauger. Es werden die Aufenthaltsorte der Fledermauskolonien bestimmt und z.T. auch neue Brutplätze eingerichtet.

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© Bild: Mausohrwochenstube, Foto: Karl-Heinz Bickmeier, Quelle: NABU

 

Weitere Informationen zur regionalen NABU-Orstgruppe Überlingen hier

Wenn sich Umwelt und Wirtschaft die Hände reichen

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Die Bodenseestiftung ist eine projektorientierte Naturschutzorganisation, die im Jahre 1994 aus dem „Bodensee- Umweltschutzprojekt“ hervorgegangen ist. Stifter sind Umweltorganisationen wie beispielsweise World Wildlife Fund für Nature Schweiz (WWF), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Bund für Umwelt und Naturschutzbund Deutschland (BUND) und viele mehr.
Die Bodenseestiftung engagiert sich für eine naturorientierte Wirtschaftsweise. Vor allem die Landwirtschaft zählt aufgrund eines hohen Energieverbrauchs, Bodenerosionen und Ausstoß von Emissionen zu den Mitverursachern des Klimawandels. Als Projektpartner der  „AgriClimateChange“ versucht die Stiftung den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu verringern. Außerdem unterstützt die Bodenseestiftung den Ausbau und Einsatz von Bioenergie, bei der nachhaltig Energie aus Biomasse gewonnen werden kann. Im gleichen Atemzug soll die biologische Vielfalt am Bodensee erhalten und geschützt werden.

bodenseest1 Auenwälder. Photograph: Volker Kromrey

So setzt sich die Bodenseestiftung beispielsweise für die Renaturierung der Auenwälder ein, was wiederum Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schafft. Besonderen Wert legt die Stiftung auf die Verzahnung von Wirtschaft und Naturschutz. Indem Wirtschaftsakteure die biologische Vielfalt und den Erhalt von Ökosystemen unterstützen, profitieren sie im Gegenzug von den Rohstoffen und Produkten, welche die Natur bereitstellt. Mit  der Teilnahme an internationalen Projekten wie „European Business and Biodiversity Campaign“ will die Bodenseestiftung Unternehmen  an die Unterstützung der Biodiversität , beispielsweise durch Biodiversitäts- Checks, heranführen.
Gleichzeitig setzt sich die Bodenseestiftung zum Ziel, ein Bewusstsein für Natur und Umwelt zu schaffen: Der neu angelegte Rundweg „Landschaftspfad Hardtseen“ informiert auf zwölf angelegten Tafeln zu Natur, Landwirtschaft und Landschaft im FFH-Gebiet im Westen von Gottmadingen. Also worauf warten Sie? Wanderschuhe an die Füße und auf in den Informationsdschungel!
Informationen zum Landschaftspfad Hardtseen finden Sie unter www.wandermap.de

Aachried Ludwigshafen

Das etwa 130 ha große Aachried bei Bodman-Ludwigshafen im Mündungsbereich der Aach am Überlinger See bietet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Sogar der früher ausgerottete Biber ist hier wieder zu finden. Auch die Sibirische Schwertlilie kann man hier vereinzelt sehen.

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wo

 

Quellen:
Bild 1: Sandra Kurschat;  Bild 4: Roffle;  Bild 5: Olliver Konopik;  Bild 6: Lukasz Lukasik;  Bild 9: Achim

Halbinsel Mettnau

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Bildergalerie vom Bodensee


Ein Großteil der Halbinsel Mettnau im Untersee macht das 140 ha große Naturschutzgebiet aus, welches Brutplatz für viele Wasservögel ist. Besonders die Streuwiesen der Mettnau haben eine enorme floristische Bedeutung: Hier wachsen mehrere Arten des Enzians, aber auch einige Orchideenarten. Von einem Aussichtsturm kann man über das Naturschutzgebiet, die naheliegende Liebesinsel und große Teile des Untersees erblicken. In unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet befindet sich das Naturschutzzentrum Mettnau.

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Eriskircher Ried

Mit rund 550 ha ist das Eriskircher Ried bei Friedrichshafen das größte Naturschutzgebiet am nördlichen Bodenseeufer. Von Mitte Mai bis Anfang Juni wird hier eine ganz besondere Farbenpracht geboten: Viele tausend Sibirische Schwertlilien strahlen in wunderschönem Blau.

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Blühende Sibirische Schwertlilie

Im Naturschutzzentrum Eriskirch, das direkt an das Schutzgebiet angrenzt, werden Einblicke in die Naturlandschaft des Bodensees vermittelt und regelmäßig Führungen sowie Vorträge abgehalten.

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Riedwiese im Eriskircher Ried

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Rheindelta

Im österreichischen Vorarlberg befindet sich das Rheindelta, das größte Feuchtgebiet am Bodensee. Es zählt zu den bedeutendsten Rast- und Brutplätzen für über 300 Vogelarten.

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Haubentaucher bei der Jungenaufzucht

Das Rheindeltahaus ganz in der Nähe bietet reichlich Infomaterial und Wissenswertes rund um das Schutzgebiet Rheindelta. Außerdem werden kleinere Exkursionen angeboten, auf denen man Tiere, wie Wasserkäfer und Frösche, entdecken kann.

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© Bild 1: Lukasz Lukasik

Wollmatinger Ried

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Blick auf das Wollmatinger Ried von der Reichenau

In der Nähe von Konstanz liegt das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried - Untersee - Gnadensee. Es ist mit etwa 770 ha Gesamtfläche das größte Naturschutzgebiet sowie auch eines der ältesten am deutschen Bodenseeufer. Aufgrund des großen Artenreichtums an Pflanzen und Tieren, darunter rund 300 Vogelarten, zählt es außerdem zu den wichtigsten.

Das NABU-Naturschutzzentrum bietet eine Reihe von geführten Touren durch das Schutzgebiet an, zum Beispiel Bootsfahrten und Kinderprogramme.

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Küchenschelle im Wollmatinger Ried

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© Bild 1: Roffle; Bild 2: Olliver Konopik

bund_logo„Freunde der Erde“

Vor etwa drei Generationen begann in Deutschland die chemische Industrialisierung.  Damals gelangten die meisten Giftstoffe über die Kanalisation und Schornsteine in die Umwelt. Heute haben wir einen großen Teil der gefährlichen Chemikalien in unseren Nahrungsmitteln. Der BUND kämpft u.a. auf diesem Gebiet um ein lebenswertes und zukunftsfähiges Deutschland.

1975 gegründet, zählt der BUND inzwischen beinahe 500.000 Mitglieder, Förderinnen und Förderer und engagiert sich u.a. für den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien. Außerdem setzt sich der BUND für den Schutz bedrohter Arten aus Wald und Wasser ein. Das System funktioniert über föderative Organisation – in ganz Deutschland bestehen flächendeckend etwa 2.000 Kreis- und Ortsgruppen, davon sind beinahe 40 um den Bodensee und das Umland verteilt.

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© Bild: Wolfgang Willner

Eines der Projekte, das vom BUND unterstützt wird, ist das Hausbacher Moos bei Isny im Landkreis Ravensburg. Von verheideten Hochmooren und Pfeifengraswiesen geprägt, herrscht dort mittlerweile eine recht starke Bewaldung und Verbuschung am Rande der Entwässerungsgräben. Der Bezirk wird stark in mehrere Teilflächen gekammert; einige wertvolle Standorte mit unterschiedlichen Wollgräsern, Arnika und weiteren seltenen Arten gehen bereits verloren. Da das Hausbachmoos in einem ganzen Gebiet von Mooren und Streuwiesen liegt, wo sich ebenfalls wichtige Artenbestände befinden, ist es im Rahmen eines recht großen Biotopverbundes von ziemlicher Bedeutung.  Zum Schutze all jener Lebensformen hat sich der BUND zum Ziel gesetzt jene rückläufige Hoch- und Übergangsmoore zu fördern und eine Hochwasservorsorge zu gewährleisten.

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© Bilder l.: Wolfgang Willner; r.: Naturbildarchiv Günter

Weitere Projekte sind die Betreuung von Amphibienzäunen, die Erhaltung und Verbesserung von Schmetterlings- und Storchenlebensräumen, sowie das „Apfelsaft-Projekt“, bei dem der Streuobstbau durch diverse Maßnahmen wieder rentabel gemacht werden soll. Da der BUND politisch unabhängig ist, muss er all seine Projekte aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanzieren – mit anderen Worten: Jeder kann hier helfen, ob aktiv oder passiv.

 

 

Weitere Informationen zum Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hier >>

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Umwelt geht uns alle etwas an! Und damit die Natur am Bodensee auch so schön bleibt, wie sie ist, sollte jeder etwas Eigeninitiative zeigen. Hier stellen wir Ihnen Naturschutzverbände und Projekte vor, die sich für die Natur einsetzen.


Naturschutzverbände & Organisationen


NABU
BUND
Bodenseestiftung
EuroNatur

 

Naturschutzgebiete
Truppenübungsplatz Münsingen


Wollmatinger Ried
Rheindelta
Eriskircher Ried
Halbinsel Mettnau
Aachried Ludwigshafen
Radolfzeller Aach
Mindelsee

Bodenseeklima

Am Bodensee herrscht ein sehr mildes Klima: In den Sommermonaten wird es schon fast mediterran und auch im Winter wird es selten richtig kalt. So können viele mediterrane Pflanzen wie manche Palmen unter freiem Himmel wachsen.

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Der Bodensee hat einen sehr großen Einfluss auf das gesamte Klima der Umgebung. Das liegt hauptsächlich an dem großen Volumen sowie der Tiefe des Sees, der sogar noch im Winter wie eine Heizung wirkt: Im Sommer speichert der See die Wärme und gibt diese erst im Herbst und im frühen Winter wieder an die Umgebung ab, was dazu führt, dass es nur wenige Frosttage gibt. Im Winter frieren oft nur kleine Teile des Sees zu, beispielsweise Teile des Untersees, oft zwischen der Insel Reichenau und dem Ort Allensbach bzw. im Markelfinger Winkel. Zum Schlittschuhlaufen reicht die Eisdicke meist aus. Eine Seegfrörne, also ein komplett zugefrorener See, kommt sehr selten vor. Statistisch gesehen gibt es dieses Naturschauspiel alle 70 Jahre am Bodensee, zuletzt im Jahr 1963.

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Da der Bodensee am Rand der Alpen liegt, wird das Klima vom Föhn, einem warmen Fallwind, beeinflusst. Dieser Wind ist besonders bei Wassersportlern gefürchtet: Bei ihnen gilt der Bodensee durchaus als anspruchsvolles, öfters auch gefährliches Gebiet, da durch plötzliche Wetterwechsel starke Sturmböen auftreten können, die wiederrum zu hohen Wellen führen. Daher wurde ein Sturmwarnsystem am ganzen See eingerichtet, welches mittels eines orangefarbenen Blinklicht am Ufer warnt. Bei Warnung vor starkem Wind leuchtet es 40 Mal pro Minute auf, bei Sturmwarnung blinkt es 90 Mal in der Minute. Schiffe und Fähren signalisieren die Warnung durch einen hochgezogenen Sturmballon.

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Fischerei am Bodensee

Der Bodensee mit seinen großen Fischbeständen ist ein Paradies für Fischer und Angler, vor allem aber in kulinarischer Hinsicht: In unzähligen Restaurants rund um den Bodensee lassen sich die unterschiedlichsten köstlichen Fischgerichte genießen.

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Etwa 150 Berufsfischer gibt es noch am Bodensee, doch obwohl die Fangerträge seit den 50er Jahren nur wenig gesunken sind, hat die Fischerei mittlerweile keine besonders große Bedeutung mehr. Zu den häufigsten Sorten zählen vor allem Felchen, insbesondere die Blaufelchen, aber auch Flussbarsche und Weißfische. Aal, Hecht, Seeforelle und -saibling spielen ebenfalls eine große Rolle.

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Da der Posphatgehalt im Bodenseewasser immer geringer wird, wird zwar das Wasser klarer, allerdings gibt es aufgrund fehlender Nährstoffe immer weniger bzw. kleinere Fische im Bodensee.
Weitere Informationen zum Phosphatgehalt finden Sie unter Wasserqualität >>

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Für das Angeln und Fischen am Bodensee gelten besondere Bestimmungen, wie etwa eine Mindestgröße für einzelne Arten oder gewisse Schonzeiten. Falls Sie während Ihres Urlaubs am Bodensee angeln möchten, beachten Sie bitte, dass Sie einen Fischereischein Ihres Heimatortes benötigen, mit welchem Sie z.B. an Tourist-Informationen eine Fischereierlaubnis für die örtlichen Gewässer erhalten. Achten Sie auch darauf, dass sich gewisse Bestimmungen in der Schweiz, Österreich und Deutschland unterscheiden.

 

Quellen:
Bild 1 + 2: Tourismus Untersee
Bild unten: B. Waurick, Bildarchiv Tourist-Information Uhldingen-Mühlhofen, Seeferien

Naturraum Bodensee

Die Bodenseeregion bietet eine unvergleichlich schöne Landschaft und beherbergt unzählige Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Daher ist es so wichtig, die Natur des Voralpensees zu schützen. Rund um den Bodensee gibt es zahlreiche Naturschutzgebiete und Biotope, in die sogar längst verloren geglaubte Tiere und Pflanzen zurückkehren und sich dort wohlfühlen.

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Arten wie das Bodensee-Vergissmeinnicht oder die Sibirische Schwertlilie gehören zu den heimischen Pflanzen des Bodensees. Es wird aber beispielsweise auch versucht, die in der Natur nicht mehr vorkommende Riednelke wieder am See anzusiedeln.

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Bodensee-Vergissmeinnicht

Für etwa 250.000 Vögel im Jahr ist der Bodensee ein sehr wichtiges Überwinterungsgebiet. Die Naturschutzgebiete am Bodensee sind bedeutende Rast- und Brutplätze für zahlreiche Arten.

Daher ist es auch als Tourist besonders wichtig, die Natur zu achten und gut zu behandeln. In vielen Naturschutzgebieten werden unterschiedliche Führungen angeboten, welche einen guten Einblick in die Natur des Bodensees geben können.

Weitere Informationen zu den Naturschutzgebieten gibt es hier>>

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© Bild 1: Sandra Kurschat

Wissenswertes über den Bodensee

Der Bodensee ist ein Voralpensee und zählt mit einer Gesamtfläche von 536 km² zu den drei größten Seen Mitteleuropas. Seine Uferlänge beträgt insgesamt 273 km und die tiefste Stelle ist 254 m tief. Im Durchschnitt erreicht der See jedoch nur eine Tiefe von rund 80 m. Der See liegt 395 m über dem Meeresspiegel und ist aufgeteilt in den Obersee und den wesentlich kleineren Untersee. Die beiden Seen sind mittels des Seerheins miteinander verbunden. Der nördliche Arm wird nach der dort liegenden Stadt Überlingen "Überlinger See" genannt, gehört allerdings noch zum Obersee dazu. An den Bodensee grenzen die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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Der Name des größten Sees Deutschlands leitet sich vom Namen des Ortes Bodman ab, welcher sich am westlichen Ende des Überlinger Sees befindet und auch namensgebend für das Bodanrück war.

Die größte Stadt am Bodensee, mit etwa 80.000 Einwohnern, ist Konstanz, welche sich am Seerhein befindet. Seit dem Konzil von Konstanz (1414-1418) ist der See in vielen Sprachen nach der Stadt Konstanz benannt, z.B. im Englischen "Lake Constance". Weitere größere Städte am See sind Friedrichshafen, Bregenz und Lindau.
Freizeittipp: Städte am Bodensee >>

bodanrueck-konstanzDie Stadt Konstanz, östlicher Teil des Bodanrücks, rechts die Insel Mainau und der Überlinger See

Der Rhein durchfließt den Bodensee. Er mündet im Osten bei Bregenz in ihn, wo das kalte Gebirgswasser sich nur langsam mit dem wärmeren Seewasser vermischt. Der Hauptteil der Rheinströmung fließt in den Konstanzer Trichter, eine Bucht bei Konstanz. Hier bildet sich aus der Strömung der sogenannte Seerhein, welcher vier km lang ist und am Ende in den Untersee fließt. Bei Schaffhausen fällt der Rhein mehr als 20 m in die Tiefe, weshalb diese Stelle auch Rheinfall genannt wird und einer der größten Wasserfälle Europas ist.

rheinmuendung-bodenseeRheinmündung am Bodensee, unten die Stadt Lindau

Im Bodensee befinden sich mehrere unterschiedlich große Inseln:
Die größte von ihnen ist die Insel Reichenau im Untersee, die 1838 durch Aufschüttung des Inseldamms mit dem Festland verbunden wurde. Aufgrund des traditionellen Gemüseanbaus wir die Reichenau auch als "Gemüseinsel" bezeichnet. Doch neben Gemüseanbau hat die Insel auch gut erhaltene mittelalterliche Kirchen aufzuweisen und wurde daher zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Freizeittipp: Insel Reichenau >>

insel-reichenau-ostÖstlicher Teil der Insel Reichenau, links oben der aufgeschüttete Inseldamm

Auf der zweitgrößten Insel im östlichen Bodensee befindet sich die Altstadt von Lindau, welche nur durch Brücken oder per Boot zu erreichen ist. Auf der Insel Lindau leben rund 3000 Menschen.

insel-lindau-bergeInsel Lindau

Die Insel Mainau im Überlinger See ist für die Vielfalt an Pflanzen, insbesondere für unterschiedlichste exotische Blumen bekannt und wird daher auch "Blumeninsel" genannt. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, da sie neben ihrer Blumenpracht auch ein Schmetterlingshaus zu bieten hat. Die Insel ist im Besitz der aus Schweden stammenden Adelsfamilie Bernadotte und gehört zur Stadt Konstanz.
Freizeittipp: Insel Mainau >>

insel-mainau-luftInsel Mainau im Überlinger See, im Hintergrund der Bodanrück

Die übrigen Inseln im Bodensee sind sehr klein, wie die Insel Werd im Untersee bei Stein am Rhein oder die sogenannte Liebesinsel bei der Halbinsel Mettnau im Untersee. Weitere Halbinseln sind die Höri im Untersee und der Bodanrück. Mit einer Fläche von 112 km² ist der Bodanrück die größte Halbinsel im Bodensee. Er trennt den Überlinger See vom Untersee.

 

Quellen:
Bild 2: Internationale Bodensee Tourismus GmbH / Achim Mende
Bild 3: Matthias Kabel
Bild 4: Martin Steiger
Bild 5: Edda Praefcke
Bild 6: Internationale Bodensee Tourismus GmbH

Enstehung und Geschichte des Sees

Der Bodensee ist vorwiegend durch Gletscherbewegungen des Rheingletschers in der Würm-Eiszeit entstanden. Aber schon seit Jahrmillionen wurde das Bodenseebecken durch verschiedene Eiszeiten geformt. Doch erst vor mehreren tausend Jahren bekam der Bodensee aufgrund der Absenkung des Seespiegels seine heutige Form: Getrennt in zwei Seen, Obersee und Untersee, und verbunden durch den etwa 4 km langen Seerhein.

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Bereits vor etwa 5000 Jahren, in der Jungsteinzeit, lebten am größten See Deutschlands die ersten Menschen. Ihre Siedlungen waren meist Pfahlbauten im Wasser, wahrscheinlich um vor wilden Tieren geschützt zu sein. An vielen Stellen rund um den See wurden Überreste solcher Pfahlbausiedlungen gefunden und erst kürzlich zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In Unteruhldingen steht eine Nachbildung solch einer Siedlung - das Pfahlbaumuseum.
Freizeittipp: Pfahlbaumuseum Unteruhldingen >>

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Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Um ca. 400 v. Chr. siedelten sich die Helvetier, ein Stamm der Kelten, rund um den Bodensee an. Aus dieser Zeit sind noch einige Überreste ihrer Verteidigungsanlagen, die sogenannten Fluchtburgen, erhalten. Besonders Brigantium, das heutige Bregenz, war für die Kelten von großer Bedeutung.

Um etwa 15 v. Chr. eroberte Julius Caesar im Alpenfeldzug die Bodenseeregion und nahm sie ins Römische Reich auf, dessen Grenze u.a. von Bodensee und Rhein gebildet wurde. Zu dieser Zeit fand eine der bedeutsamsten Seeschlachten auf dem Bodensee statt: Die Römer, welche auf der Insel Mainau vermutlich ihren Marinestützpunkt hatten, kämpften gegen die Kelten aus Brigantium. Auch für die Römer wurde Brigantium die wichtigste Stadt am Bodensee, den sie aus diesem Grund auch "Lacus Brigantinus" nannten (übersetzt: Bregenzer See). Dort hatte auch der Präfekt der römischen Seeflotte seinen Sitz.
Außerdem besiedelten die Römer die heutigen Städte Konstanz (Constantia), Lindau, Stein am Rhein (Tasgetium) und Arbon (Arbor Felix) in der Schweiz. Viele Funde aus dieser Zeit zeugen von der militärischen und städtebaulichen Bedeutung des Bodenseeraums für die Römer.

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Ausgrabungen eines römischen Turmfundaments, Münsterplatz Konstanz
Freizeittipp: Spätrömisches Kastell Constantia >> 

Als die römische Herrschaft endete und die seither dort siedelnden Alemannen christianisiert wurden, gewann die Region immer mehr an kultureller Bedeutung. Auf der Insel Reichenau wurde eine Abtei gegründet und Konstanz wurde Bischofssitz. Die Insel Reichenau sowie St. Gallen entwickelteten sich zu Zentren der christlichen Welt. Außerdem begann der Handel mit Italien zu blühen.
Im Mittelalter war Konstanz vor allem durch das Konzil von Konstanz (1414-1418), bei welchem sich gleich drei Päpste um das Amt stritten, äußerst bedeutsam für die kulturelle Geschichte des Bodensees. Während des Dreißigjährigen Krieges gab es eine weitere wichtige Seeschlacht zwischen Österreichern und Schweden auf dem Bodensee, durch welche die staatlichen Verhältnisse neu geordnet wurden. Nach der Zerstörung des Krieges wurden viele barocke Klöster und Kirchen erbaut.

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St. Peter und Paul Reichenau

1824 fuhr das erste Dampfschiff auf dem Bodensee und im Jahr 1900 flog das erste Mal ein Zeppelin von Friedrichshafen aus. Dank wichtiger Verkehrslinien und dem Beginn der Schifffahrt erfuhr das Bodenseegebiet im 19. Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung.

Im Zweiten Weltkrieg blieben die meisten Orte am Bodensee von der Zerstörung verschont. Daher haben Städte wie Konstanz immer noch eine beeindruckende Altstadt mit zahlreichen mittelalterlichen Bauten vorzuweisen. Friedrichshafen jedoch wurde aufgrund seiner Rüstungsindustrie hart getroffen und zu zwei Dritteln zerstört.

 

Mehr zur Geschichte des Bodensees können Sie in einigen Museen in der Region erfahren, wie zum Beispiel im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz.
Freizeittipp: Museen am Bodensee >>

 

Quellen:
Bild 2: Pfahlbaumuseum / A. Mende
Bild 3: Tungsten
Bild 4: Tourismus Untersee

Bodensee-Wasserqualität

Die Wasserqualität des Bodensees ist so gut, dass man das Seewasser schon fast trinken kann.
Doch das war nicht immer so, denn nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Phosphatgehalt im Bodensee stark an, was u.a. durch phosphathaltige Waschmittel verursacht wurde. Dies hatte zur Folge, dass das Algenwachstum rasant zunahm und der See trüb wurde.
Allerdings ist die Wasserqualität heute, durch den strengen Gewässerschutz, wieder genauso gut wie in den 50er Jahren. Der ausgewogene Mineralstoffgehalt und der geringe Härtegrad machen das Bodenseewasser zu einem optimalen Trinkwasser. Der pH-Wert von 7,9 sorgt dafür, dass das Wasser vor Versauerung geschützt ist. Rückstände von Schadstoffen, wie z.B. Pestizide, Schwermetalle oder Industriechemikalien sind im Bodenseewasser nur gering nachweisbar.

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Alle zwei Wochen werden Wasserproben entnommen und untersucht. Überprüft werden 15 Badeplätze rund um den Bodensee. Bei guten Wasserwerten und einer durchschnittlichen Wassertemperatur von etwa 19 - 24 Grad im Sommer lässt es sich also bedenkenlos baden.

 

Europas größter Trinkwasserspeicher

Der Bodensee versorgt große Teile Baden-Württembergs mit Trinkwasser. Jährlich werden etwa 130 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen, was weniger als 1 % des Gesamtdurchflusses ausmacht. Auch durch natürliche Verdunstung geht bereits mehr verloren. Etwa 70 % des frischen Wassers kommt aus den Alpen.
Bei Sipplingen befindet sich die Wasserentnahmestelle. Dort wird das Wasser aus 60 m Tiefe nach oben gepumpt und aufbereitet.

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 23. Mai  2017  16:48:
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