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Artenparadies Mindelsee

Der Mindelsee gilt als Juwel unserer Kulturlandschaft. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter einige die vom Aussterben bedroht sind, lassen sich hier finden und beobachten.

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Vor etwa 15.000 Jahren füllte sich das von einer Gletscherzunge ausgehöhlte Mindelseebecken mit Wasser. In dem feuchten Umland bildeten sich z.T. bis zu zehn Meter tiefe Niedermoore, die allerdings heute verschwunden sind. Durch Trockenlegungsmaßnahmen, die bereits im Mittelalter begannen, wurde der See bei Radolfzell von seiner ehemaligen Größe von acht mal zwei Kilometern auf die 2heutigen Ausmaße von knapp über 100 Hektar verringert. Zuflüsse sind der Krebsbach, der Adernbach und der Fällgraben.  Im Jahr 1938 wurde der knapp 100 Meter über dem Bodenseepegel liegende See und sein Umland zum Naturschutzgebiet, und 1976 zum „International bedeutsames Feuchtgebiet für Wat- und Wasservögel“ erklärt. Seit 1972 liegt der Mindelsee im Zuständigkeitsbereich des BUND, der für dessen Betreuung den Europäischen Umweltpreis verliehen bekam. Seit 2002 hat die Europäische Kommission in Brüssel den Mindelsee als NATURA 2000 in ihre Kartei aufgenommen.

 


Zum Artenreichtum

Die Bemühungen von Naturschützern und Politikern, den Naturraum Mindelsee zu erhalten, haben sich gelohnt.  Um den See finden sich weit verbreitete Schilfzonen, trockene Riedwiesen, diverse kleine Tümpel und Teiche und einige verlandende Torfstichgebiete mit angrenzenden Weihern. Außerdem ist der See von dicht bewachsenen Buschfluren und einem sehr belebten und artenreichen Heckensaum umgeben.

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Heute werden weit über 700 verschiedene Pflanzenarten gezählt und mehrere hundert Moos- und Algenarten. Unter anderem sind mehr als 20 unterschiedliche Orchideenarten registriert, z.B. die Sumpf-Stendelwurz, oder die Sommer-Drehwurz.

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Doch auch die Tierwelt ist außergewöhnlich artenreich. Beinahe 600 Käfer- und 400 Schmetterlingsarten sind bereits gesichtet worden. Zudem kommen noch 40 verschiedene Libellenarten dazu und verschiedene, auch gefährdete Fledermausarten wie das Graue Langohr, die sich am Mindelsee angesiedelt haben. An dessen Randgebieten, in den Tümpeln und Sümpfen, leben außerdem noch eine Vielzahl an Reptilien und Amphibien, darunter der Wasserfrosch, der Teichmolch und die Zauneidechse.

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Auch viele Vogelarten sind hier verbreitet. Regelmäßig halten sich über 100 Arten am Mindelsee auf; viele davon sind äußerst selten geworden, wie der Neuntöter, oder das Schwarzkehlchen. Dazu kommen bis zu 30.000 vermerkte Reiherenten, die sich hier alljährlich mausern.

Viele seltene Pflanzen- und Tierarten leben vorwiegend in den Kalkquellsümpfen, die nordöstlich des Sees gelegen sind.

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© Bild 1: von Dany3000 (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 2: von See58 (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 4: By Michael H. Lemmer (http://www.naturkamera.de Own work) [CC-BY-SA-2.5 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons
© Bild 5: By "pastilletes"/Joan Simon, Barcelona, España (flickr.com) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 6: By Hans Stieglitz (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 7: By Hedwig Storch (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 8: By G.-U. Tolkiehn (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 9: By Harald Süpfle (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 10: Christian Fischer [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
© Bild 11: By Robert Lorch (Denk at de.wikipedia) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], from Wikimedia Commons

 24. Januar  2017  20:21:
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