Bodenseeklima

Am Bodensee herrscht ein sehr mildes Klima: In den Sommermonaten wird es schon fast mediterran und auch im Winter wird es selten richtig kalt. So können viele mediterrane Pflanzen wie manche Palmen unter freiem Himmel wachsen.

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Der Bodensee hat einen sehr großen Einfluss auf das gesamte Klima der Umgebung. Das liegt hauptsächlich an dem großen Volumen sowie der Tiefe des Sees, der sogar noch im Winter wie eine Heizung wirkt: Im Sommer speichert der See die Wärme und gibt diese erst im Herbst und im frühen Winter wieder an die Umgebung ab, was dazu führt, dass es nur wenige Frosttage gibt. Im Winter frieren oft nur kleine Teile des Sees zu, beispielsweise Teile des Untersees, oft zwischen der Insel Reichenau und dem Ort Allensbach bzw. im Markelfinger Winkel. Zum Schlittschuhlaufen reicht die Eisdicke meist aus. Eine Seegfrörne, also ein komplett zugefrorener See, kommt sehr selten vor. Statistisch gesehen gibt es dieses Naturschauspiel alle 70 Jahre am Bodensee, zuletzt im Jahr 1963.

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Da der Bodensee am Rand der Alpen liegt, wird das Klima vom Föhn, einem warmen Fallwind, beeinflusst. Dieser Wind ist besonders bei Wassersportlern gefürchtet: Bei ihnen gilt der Bodensee durchaus als anspruchsvolles, öfters auch gefährliches Gebiet, da durch plötzliche Wetterwechsel starke Sturmböen auftreten können, die wiederrum zu hohen Wellen führen. Daher wurde ein Sturmwarnsystem am ganzen See eingerichtet, welches mittels eines orangefarbenen Blinklicht am Ufer warnt. Bei Warnung vor starkem Wind leuchtet es 40 Mal pro Minute auf, bei Sturmwarnung blinkt es 90 Mal in der Minute. Schiffe und Fähren signalisieren die Warnung durch einen hochgezogenen Sturmballon.

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