Bodensee-Wasserqualität

Die Wasserqualität des Bodensees ist so gut, dass man das Seewasser schon fast trinken kann.
Doch das war nicht immer so, denn nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Phosphatgehalt im Bodensee stark an, was u.a. durch phosphathaltige Waschmittel verursacht wurde. Dies hatte zur Folge, dass das Algenwachstum rasant zunahm und der See trüb wurde.
Allerdings ist die Wasserqualität heute, durch den strengen Gewässerschutz, wieder genauso gut wie in den 50er Jahren. Der ausgewogene Mineralstoffgehalt und der geringe Härtegrad machen das Bodenseewasser zu einem optimalen Trinkwasser. Der pH-Wert von 7,9 sorgt dafür, dass das Wasser vor Versauerung geschützt ist. Rückstände von Schadstoffen, wie z.B. Pestizide, Schwermetalle oder Industriechemikalien sind im Bodenseewasser nur gering nachweisbar.

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Alle zwei Wochen werden Wasserproben entnommen und untersucht. Überprüft werden 15 Badeplätze rund um den Bodensee. Bei guten Wasserwerten und einer durchschnittlichen Wassertemperatur von etwa 19 - 24 Grad im Sommer lässt es sich also bedenkenlos baden.

 

Europas größter Trinkwasserspeicher

Der Bodensee versorgt große Teile Baden-Württembergs mit Trinkwasser. Jährlich werden etwa 130 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen, was weniger als 1 % des Gesamtdurchflusses ausmacht. Auch durch natürliche Verdunstung geht bereits mehr verloren. Etwa 70 % des frischen Wassers kommt aus den Alpen.
Bei Sipplingen befindet sich die Wasserentnahmestelle. Dort wird das Wasser aus 60 m Tiefe nach oben gepumpt und aufbereitet.